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Private Krankenversicherung

Zwei-Klassen-Medizin ist die Säule unseres Versicherungssystems
12.06.2018 von Maurice Chudoba
pixabay.com CC0 Creative Commons

Die PKV im System-Check

Deutschland hat eines der besten Gesundheitssysteme der Welt: Freie Arztwahl, guter Zugang zum medizinischen Fortschritt und ein flächendeckendes Netz von Kliniken und Ärzten. Verglichen mit anderen Sozialsystemen verdanken wir diesen Luxus nicht zuletzt dem Nebeneinander von Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung. Denn der Wettbewerb der beiden Systeme sorgt dafür, dass sich Kürzungen im Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung schwerer durchsetzen lassen.

Im Gegensatz dazu tendieren Länder mit einheitlicher Krankenversicherung zu einer stärkeren Leistungs-Rationierung. Dort gibt es in der Regel nur eine medizinische Grundversorgung auf niedrigem Niveau. Nur Menschen, die den Arzt direkt bezahlen können oder eine Zusatzversicherung abschließen, haben Zugang zur Medizin außerhalb der Einheitsversorgung. So entsteht eine Zwei-Klassen-Medizin.
Auch die Alterung unserer Bevölkerung macht die Private Krankenversicherung zu einer unverzichtbaren Säule im Gesundheitssystem. Denn die junge Generation muss in der Gesetzlichen Krankenversicherung mehr Geld für den wachsenden Anteil der Älteren aufbringen. Da ist es problematisch, nur auf die umlagebasierte Finanzierung zu setzen. In der PKV sorgt jeder für seine im Alter steigenden Gesundheitskosten anhand einer gesetzlich vorgeschriebenen Altersrückstellung selbst – so hatten die Privatversicherten Ende 2014 mehr als 206 Milliarden Euro an Rücklagen in der Kranken- und Pflegeversicherung gebildet. Das ist generationengerecht und unverzichtbar für unser Gesundheitssystem.

Die PKV steht für optimale medizinische Versorgung

Während die Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung laut Definition „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein müssen, zählt in der Privaten Krankenversicherung nur das Kriterium der medizinischen Notwendigkeit. Sie übernimmt beispielsweise die Kosten für alle zugelassenen Medikamente, während nicht rezeptpflichtige Medikamente von der Gesetzlichen Krankenversicherung in der Regel nicht mehr bezahlt werden. Im Krankenhaus werden Privatpatienten oft vom Chefarzt behandelt, bei Heilmitteln gibt es – sofern einzelne Tarife nichts anderes vorsehen – weder Mengenbeschränkungen noch Zuzahlungen.

Ärztliche Therapiefreiheit auf dem aktuellsten Stand der Wissenschaft

Ausdruck der Leistungsstärke der Privaten Krankenversicherung sind die freie Arzt- und Krankenhauswahl für die Versicherten und die Therapiefreiheit des Arztes. Dies umfasst grundsätzlich auch "neumodische" Diagnose- und Therapieverfahren sowie neue Arzneimittel. Privatversicherte können daher an neuen medizinischen Kenntnissen partizipieren. Dagegen muss jede Innovation in der ambulanten Versorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung zunächst einen Genehmigungsprozess durchlaufen, bevor die Versicherten einen Anspruch darauf bekommen. Aus diesem Grund kommen innovative Behandlungs- und Untersuchungsmethoden Privatpatienten oft früher zugute.

Äquivalente Beiträge und Top-Leistung

Obwohl die PKV Ärzten und anderen Leistungserbringern im Schnitt das zwei- bis dreifache Honorar als die Gesetzliche Krankenversicherung zahlt, kann sie im Preiswettbewerb mit den gesetzlichen Kassen mit halten: Beamte können sich privat passgenau zu ihrer Beihilfe den Restanteil absichern und müssen damit nur noch 20 bis 50 Prozent des üblichen Tarifbetrags zahlen. Auch für Selbstständige und Angestellte ist der Wechsel in die PKV finanziell oft eine gute Wahl. Die Beiträge sind äquivalent, hängen also nicht vom Einkommen, sondern von von den biometrischen Daten Alter, Beruf und Gesundheit sowie dem Leistungsumfang ab, so dass es sich lohnen kann, sich schon in jungen Jahren privat zu versichern.

Vertraglich garantierte Leistungen

Privatversicherte Patienten erhalten oftmals eine schnellere Terminvergabe. Kein Wunder, schließlich zahlen Sie den Ärzten auch höhere Honorare. Im stationären Bereich können sie Komfortleistungen wie Ein- oder Zweibettzimmer und Chefarztbehandlung vereinbaren. Auch gesetzlich Versicherte können von diesem Service profitieren: Die PKV-Unternehmen bieten ihnen eine Vielzahl von Zusatzversicherungen an, mit denen sie sich die Vorteile eines Privatpatienten sichern können. Auch in der Pflegeberatung kann die PKV im Leistungswettbewerb punkten: Anders als bei gesetzlichen Kassen müssen die Pflegebedürftigen nicht erst eine Beratungsstelle aufsuchen, sondern werden von den Pflegeberatern zu Hause besucht.
Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung werden die Leistungen in der PKV bei Vertragsabschluss festgelegt und vertraglich garantiert.

95% der privat versicherten fühlen sich medizinisch gut versorgt

Nach einer Umfrage des Verbands der Privaten Krankenversicherung fühlen sich 95% der privat versicherten gut aufgehoben. Die Beschwerdequote liegt mit 0,013% sehr gering. Das liegt unter anderem daran, dass fast 90% der erwirtschafteten Überschüsse für die Versicherten eingesetzt werden. Mit über 25 Milliarden Euro gezahlten Leistungen im Jahr macht sich das spürbar. Nicht nur die privat versicherten haben etwas davon - das Versicherungssystem wird durch die gerechte Beitragskalkulation jährlich um über 1,7 Millairden Euro entlastet. Jährlich fließen in etwa 28,6 Milliarden Euro durch Privatversicherte in das Gesundheitssystem. Dank dieser Einnahmen können Ärzte und Krankenhäuser investieren und so den hohen medizinischen Standard sichern, von dem alle profitieren. Wären die Patienten in einem Einheitssystem versichert, würde das Gesundheitswesen 11 Milliarden Euro verlieren - Praxen müssten schließen, Jobs gingen verloren. Das sind einige Gründe, warum über 17 Millionen Deutsche gerne in die Private Krankenversicherung wechseln würden.

Wann darf ich mich privat versichern und wann muss ich es? Muss mich eine PKV aufnehmen und darf Sie mich kündigen? Beteiligt sich mein Arbeitgeber an der PKV? Das sind nur einige Fragen, dies es zu klären gilt. Wer vor der Entscheidung steht sich privat zu versichern, sollte sich kompetenten Rat einholen. Wir machen Ihnen diese Entscheidung leicht, indem wir Ihnen individuell beide Systeme gegenüberstellen. 


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