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Geldanlage

Liebes Sparbuch, du hast ausgedient
14.06.2018 von Maurice Chudoba
pixabay.com CC0 Creative Commons

In Zeiten, in denen die Europäische Zentralbank den Leitzins an der 0% Linie hält, haben klassische Geldanlagen wie das Sparbuch, Tages- und Festgeldkonto ausgedient. Durch die Inflation verliert unser Geld sogar an Wert. Auch klassische Lebensversicherungen mit konventioneller Geldanlage enden im Minusgeschäft. Die Kosten sind höher als die Rendite.

Und dennoch hingt Deutschland in Sachen alternative Geldanlage europaweit hinterher. Der Bundesbank zu Folge lagen 2017 in der Bundesrepublik weit über 2 Billionen Euro (2.000.000.000.000!) zinslos auf deutschen Giro- und Tagesgeldkonten herum.
Es gibt keine Alternative? Doch, es gibt sogar sehr viele.
Fakt ist: Wer sein Geld 2009, zum Ausklang der Weltwirtschaftskrise, in den deutschen Aktien-Leitindex DAX investiert hat, konnte sein Kapital binnen zehn Jahren mehr als verdoppeln. Wer sein Geld dagegen in den US-Amerikanischen Index Dow Jones investiert hat, so wurden aus 10.000 Euro sogar über 28.000 €.
Ob Sie nun in Aktien investieren, Gold kaufen oder ETF’s abbilden möchten, die Geldanlage an der Börse ist und bleibt alternativlos.

Im Folgenden geben wir Ihnen einige Tipps zur Geldanlage. Bitte beachten Sie, dass diese Tipps keine ausführliche Beratung ersetzen. Wir erstellen Ihnen gerne eine persönliche Risiko-Ertrags-Analyse.

Liquidität vor Rentabilität

Bevor Geld angelegt wird, ist es notwendig seine finanzielle Gesamtsituation zu durchleuchten. Bestehen Verbindlichkeiten? Wie viel Überschuss gibt Ihre Haushaltsrechnung her? Wie lange können Sie auf dieses Geld verzichten? Nur wenn Sie über genügend finanzielle Liquidität verfügen und Sie, je nach Anlageform, auf Ihr Geld kurzfristig nicht angewiesen sind, macht ein Investment Sinn. Verbraucherschützer empfehlen, die Absicherung existentieller Risiken der Geldanlage vorzuschieben. Sind Sie und Ihre Familie gegen Risiken wie Arbeitsunfähigkeit, Unfall oder schwere Krankheiten finanziell abgesichert?

Wenn Sie Geld an der Börse anlegen möchten, sollten Sie rein theoretisch auch einen Totalverlust verkraften können.
Geld, welches kurz- oder mittelfristig benötigt wird, um Zahlungen zu begleichen, sollte auf keinen Fall in volatile (schwankungsbreite) Anlagen investiert werden.

Ziele definieren

Sind diese Voraussetzungen erfüllt, kommt es im nächsten Schritt auf Ihre Ziele an. Definieren Sie, welche Ziele Sie mit der Anlage verfolgen. Wie lange wollen Sie das Geld binden? Welche Schwankungsbreite Ihrer Anlage sind Sie bereit einzugehen? Wenn Sie bereit sind, das Geld über einen langfristigen Anlagehorizont zu halten, kann Ihr Portfolio „aggressivere“ Investments vertragen. Soll das Geld dagegen eher kurzfristig angelegt werden, muss ein deutlich höheres Risiko eingegangen werden, um ähnliche Rendite zu erzielen. Auch ein Rückgang an den Börsen, die sog. „Baisse“, verkraftet ein langfristiges Investment besser als ein kurzfristiges. Wer sein Investment monatlich bespart, kann den sog. „Cost Average“ Effekt nutzen. So können in der „Baisse“ Aktienanteile günstiger erworben werden, sodass die Durchschnittrendite bei gleichem Anlagebetrag steigt.
 

Diversifizieren Sie

Im Volksmund heißt es „nicht alle Eier in ein Nest“ – und so ist es auch mit einem ausgewogenen Investment. Je höher die Chance, desto höher ist das Risiko. Wer also ausschließlich in Aktien von jungen Unternehmen investieren möchte hat zwar hohes Renditepotential, das Risiko steigt jedoch äquivalent mit. Wer jedoch überwiegend passiv agiert und sein Geld in z.B. deutsche Bundesanleihen investiert, dessen Investment dürfte nicht gerade vor Rendite sprühen.
Wer den Mittelweg zwischen Chance und Risiko sucht, sollte sein Anlageportfolio diversifizieren.
Wenn einzelne Anlageklassen (Assets), wie z.B. Aktien Verluste machen, fangen andere Positionen wie Anleihen oder Immobilien diese wieder auf. Beispiel: Wenn durch schlechte Wirtschaftslage Unternehmen Verluste machen und die Aktien bergab rudern, so werden diese Verluste durch ein gleichzeitiges Investment in Edelmetalle wie Gold gemildert. Der Grund: Gold gilt als Krisenwährung, gewinnt also häufig dann an Wert, wenn andere Assets fallen. Verschiedene Anlageklassen verhalten sich also konträr zueinander.

Kosten-Ertrags-Rechnung aufstellen

Sie können Aktien direkt an der Börse, z.B. an der Xetra erwerben. Wer sein Geld lieber Profis anvertraut, kann auf aktiv gemanagte Fonds zurückgreifen. Die Ventum Capital bietet über 300 dieser Fonds an. Doch merken Sie: Keine Handelsoption ist umsonst. Achten Sie auf die Kostenstruktur. Die günstigste Variante einen Index (z.B. DAX oder Dow Jones) abzubilden ist die Anlage in ETF’s (exchange traded funds). Diese Fonds werden nur passiv gemanagt, bilden einen Index also nur ab. So fallen zwar geringe bis keine Kosten an, jedoch besteht kein Fondsmanagement, welches Chancen nutzen und Risiken mildern kann. Als Maßstab: Ein ETF erzielt nahezu die Wertentwicklung des entsprechenden Index, ein aktiv gemanagter Fonds versucht diesen zu toppen. 
Beachten Sie auch die steuerliche Behandlung der Erträge. Gewinne aus Kapitalanlagen sind mit der Kapitalertragssteuer zu versteuern. Ein Freistellungsauftrag (801 Euro pro Person pro Jahr) oder die Verrechnung mit realisierten Verlusten kann dem entgegenwirken.

Splitten Sie Ihr Geld

Auch hier gilt: Nicht alles auf eine Karte setzen. Eine Geldanlage sollte übersichtlich und transparent sein. Verteilen Sie das Geld auf kurz- mittel- und langfristige Optionen. Mit einem Tagesgeldkonto haben Sie tägliche Verfügbarkeit ohne Schwankungsbreite und können Gewinne aus Aktien und Anleihen sichern. Auch innerhalb der Aktien können Sie verschiedene Klassen unterscheiden: Soll das Geld in Global Player wie z.B. VW, Apple oder Microsoft angelegt werden (sog. Blue Chips), sind die Renditen und Dividenden vergleichsweise vorhersehbarer. Hier liegt der Fokus auf „Value“ – den bereits vorhandenen Werten. Möchte man sein Vermögen dagegen in kleinere und wachstumsreichere Unternehmen (den sog. Small oder Mid Caps) anlegen, erhöht sich die Chance und das Risiko. Diese Unternehmen werden als „Growth“ bzw. wachstumsorientiert bezeichnet.

The Trend is not always your friend
 

Ein börsianisches Sprichwort sagt „the trend is your friend“. Als Privatanleger, der an Informationen in der Regel später als institutionelle Anleger gelangt, stimmt dies jedoch nicht immer. Steigt die Nachfrage, steigt auch der Kurs. Wenn Sie in einen solchen Trend investieren, können Sie davon ausgehen, dass der institutionelle Anleger bereits investiert hat. Kippt der Aufwärtstrend, verkaufen diese dann auch wieder als Erstes. Privatanleger mit Anlageerfahrung sollten also auch ab und an gegen den Trend handeln. Rationalität und Urteilsvermögen vorausgesetzt.

Lassen Sie sich beraten

Die balancierteste Geldanlage für Privatanleger ohne besondere Vorkenntnisse ist ein aktiv gemanagter Fonds. Haben Sie bereits Erfahrungen im Wertpapierhandel, können unter anderem ETF’s interessant sein. Wir beraten obige Geldanlagen ab 10.000 Euro Anlage. Kontaktieren Sie uns.
 

 


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