Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen.

Warum wir so viel für Strom zahlen

Tarifwechsel kann sich lohnen und hilft bares Geld sparen
25.10.2028 von Frank Chudoba
copyright zinkevych - Adobe Stock

Deutschland hat den höchsten Strompreis Europas. Seit Jahren kennen die Strompreise nur eine Richtung: nach oben. Warum sind die Preise in den letzten Jahren so vehement gestiegen? Und wie wehrt man sich gegen Preiserhöhungen?

Strompreiszusammensetzung – der Staat schöpft viel ab

Ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4.000 kWh pro Monat zahlt in Deutschland rund elfhundert Euro für Strom. In diesem Strompreis enthalten sind die Erzeugung, der Transport, der Vertrieb, Steuern wie die Stromsteuer, Konzessionsabgaben, Mehrwertsteuer, aber auch Abgaben wie das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK) oder das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Gerade letzteres steht seit Einführung im Jahr 2000 unter Kritik. Stromverbraucher zahlen seither für jede verbrauchte Kilowattstunde einen Anteil für die Förderung erneuerbarer Energien von 6,88 Cent. Im Jahr der Einführung waren es gerade einmal 0,2 Cent. Ebenso sind die Netzentgelte inzwischen auf über 7,5 Cent gestiegen und werden fast vollständig an den Verbraucher weitergegeben. Die damalige rot-grüne Regierung hat im Jahr 1999, kurz nach der Liberalisierung des Energiemarkts, die Stromsteuer eingeführt. Die Einnahmen von 2,05 Cent fließen zum größten Teil in die Rentenkasse und haben sich seit Einführung auch fast verdoppelt. Die Kosten für die reine Erzeugung der Energie hingegen sind in den letzten fast 20 Jahren nicht gestiegen. 

Somit hat sich die staatliche Belastung in den Energiepreisen in den vergangenen 10 Jahren mehr als verdoppelt und macht inzwischen mehr als 50 % der Stromrechnung aus. Immerhin ist der Anteil erneuerbarer Energieträger an der Stromerzeugung in den letzten 25 Jahren von gut drei auf fast 30 Prozent gestiegen. Dabei verbucht der Fiskus jährlich über zehn Milliarden Euro EEG-Umlagen von privaten Haushalten.

Durch regelmäßigen Tarifwechsel vom Wettbewerb profitieren

Seit der Liberalisierung im Jahr 1998 haben sich über 1.100 Anbieter am Markt beteiligt. Spätestens bevor der aktuelle Laufzeitvertrag endet, sollten Verbraucher die Stromtarife vergleichen und prüfen, ob sich ein besseres Angebot finden lässt. Bei einer Strompreiserhöhung haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht, auch hier empfiehlt sich der Strompreisvergleich. In Ballungsgebieten ringen bis zu 200 verschiedene Anbieter um die Gunst der Kunden und korrigieren so die Preise nach unten. Wer von diesen Preisen profitieren will, sollte mindestens alle zwei Jahre einen Tarifvergleich vornehmen und vor Ablauf der Kündigungsfrist seinen Tarif anpassen. Vergleichsportale oder unabhängige Maklerhäuser übernehmen diesen Wechsel im Normalfall unentgeltlich. Inzwischen können sogar Nachtspeicher- und Wärmetarife umgestellt werden, womit es möglich wird, einige Hundert Euro im Jahr zu sparen. 


share & mehr


Magazin-Druckerei

Machen Sie aus dem gewählten Dokument eine PDF.
So haben Sie die Möglichkeit, die interessantesten Beiträge zu speichern oder auf Ihrem Drucker auszudrucken.

Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Mit dem Absenden dieser Nachricht stimmen Sie der Speicherung dieser Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.
* Pflichtfelder